Yoni ist das Sanskrit Wort f├╝r die weiblichen Sexorgane und wird meistens als “heiliger Ort” oder “heiliger Tempel” ├╝bersetzt.
Die Yoni wird deshalb als so heilig bezeichnet, weil sie der K├Ârperteil ist, der kostbares Leben geb├Ąrt.

Die Yoni befindet sich (offensichtlich ­čśë) im Beckenboden. Dies bedeutet, dass sie unter anderem aus Muskeln besteht und auch von diesen umgeben ist.
So wie wir in anderen Teilen unseres K├Ârpers Verspannungen haben k├Ânnen, k├Ânnen sich diese Verspannungen auch im Beckenboden, also in der Yoni befinden.

Au├čerdem stehen Verspannungen auch immer in Verbindung mit Emotionen. Emotion im Englischen kann man ganz sch├Ân in “Energy in Motion (also Energie in Bewegung)” ├╝bersetzen.
Wenn Energie in uns also nicht frei flie├čen kann, zum Beispiel aufgrund von ungesunden Bewegungs- (oder Nicht- Bewegungs-) mustern, aufgrund von Traumata (seelisch oder physisch), kann das zu Verspannungen im Beckenboden f├╝hren.
Ein Beispiel f├╝r ein seelisches Trauma in Verbindung mit den weiblichen Sexorganen ist zum Beispiel die gr├Â├čtenteils patriarchische Gesellschaft, die seit langer Zeit hier auf der Erde herrschte.
Das klingt jetzt vielleicht hart, aber Frauen haben ja in vielen L├Ąndern erst im letzten Jahrhundert zunehmend die Rechte bekommen, die M├Ąnner hatten. In manchen L├Ąndern sind sie heute noch weit davon entfernt!
Au├čerdem leben wir in einer sexuell ungesunden Gesellschaft. Frauen laufen oft mit Angst umher, ihren K├Ârper zu zeigen, denn wenn wir unsere sch├Ânen Rundungen pr├Ąsentieren oder zu viel Haut zeigen, laufen wir Gefahr, anderen Mitgliedern der Gesellschaft die Nachricht zu ├╝bermitteln, dass sie sich unseren K├Ârper nehmen d├╝rfen um sich daran zu vergn├╝gen.
Die weibliche Sexualit├Ąt ist oft mit viel nackter Haut, Minir├Âcken und einem gewissen Hauch von “Billigkeit” versehen. Von unserer angeborenen Sinnlichkeit ist nicht oft etwas zu sehen.
Somit befindet sich die weibliche Sexualit├Ąt (die m├Ąnnliche auch, aber dar├╝ber schreibe ich ein anderes Mal) eher in einem Zustand der Verwirrung, Angst, Unterdr├╝ckung und Scham, anstatt ihrer gesunden nat├╝rlichen Entfaltung.

Seit ein paar Jahren besch├Ąfte ich mich nun mit diesem Thema und betreibe nat├╝rlich auch viel Selbsterforschung.
So bin ich vor etwa zwei Jahren auf Yoni Massagen gesto├čen. Eine Frau erz├Ąhlte mir von ihrer Erfahrung und wie angenehm sie diese fand.
Ich machte mich auf die Suche und begegnete dann auch Menschen, die so eine Massage anbieten.
Es war eine sehr interessante Erfahrung, sich buchst├Ąblich den ganzen K├Ârper massieren zu lassen. Und ja, ich sp├╝rte Verspannungen in meinem Beckenboden. Auch Emotionen und Bilder kamen zum Vorschein. Ich sp├╝rte, wie sehr ich mir w├╝nschte, eine gesunde, respektvolle, liebevolle und normale Beziehung mit meiner Sexualit├Ąt und Yoni zu haben und auch, wie sehr ich mir w├╝nschte, einen Freund zu haben, dem ich voll vertraue und mir diese Massage von ihm geben lassen kann.

Dann kam mir ein Yoni Massage Kurs ├╝ber den Weg. Der war online und ich wollte ihn eher f├╝r mich pers├Ânlich machen, da ich mir selbst Massagen geben wollte.
Als ich den Kurs dann machte und meinen Freundinnen davon erz├Ąhlte, waren zwei neugierig und boten mir an, f├╝r mich zu modeln.
Ich war total aufgeregt und freudig.

Nach ein paar Monaten des ├ťbens an mir selber und des Erlebens durch meinen Freund (der nun in meinem Leben ist ­čą░), war ich bereit, meinen Freundinnen eine solche Massage zu geben.
Beim ersten Mal war ich suuuper aufgeregt. Immerhin ist das sehr neues Gebiet ­čśü. Doch ich hatte Gl├╝ck, dass mein erstes Model so lieb und entspannt war, dass sich die Massage sogar ziemlich normal angef├╝hlt hat. Es war das selbe Gef├╝hl beim Geben, wie beim Empfangen, irgendwie total normal und vertraut, der Kopf schaltet sich ab und zu ein und denkt “wooow was machst DU denn da?”
Naja, und meine wichtigste Schlussfolgerung bei der ganzen Sache war, wie sch├Ân sich das anf├╝hlt, einer anderen Frau eine Yoni Massage zu geben. Und Yoni Massagen von meinem Freund zu bekommen ist auch eine eine sehr Vertrauen schaffende Verbindung. Es f├╝hlt sich sehr st├Ąrkend an und ich bin so dankbar f├╝r die Erfahrung dieser tiefen und vertrauensvollen Verbindung, welche so gebraucht wird.

Yoni Massagen m├╝ssen nichts mit Sex zu tun habe. Sie sind eher daf├╝r gedacht, der Entspannung zu dienen, k├Ânnen der Frau helfen, mehr Verbindung und Sensibilit├Ąt in ihrer Vagina zu sp├╝ren, was zum Beispiel helfen kann, Menstruationskr├Ąmpfe zu mindern. Au├čerdem ist die Yoni normalerweise entweder Penetration oder “harte Arbeit” bei der Geburt gewohnt. Eine wohltuende Massage hat sich dieser Teil unseres K├Ârpers also durchaus verdient.

Neugierig? Es gibt B├╝cher, in denen du ├╝ber Yoni und auch Lingam (das Sanskrit Wort f├╝r Penis) Massage lernen kannst: Yoni Massage oder Lingam Massage, beide von Michaela Riedel.

Danke f├╝r’s Lesen, ich habe Spa├č gehabt beim Schreiben ­čśâ­čĺŤ
Deine Katja


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