Glaubst du an Gott?
Ich habe als Kind an Gott geglaubt. Dann sind manche meiner Haustiere auf nicht so schöne Art und Weise gestorben, ich war auf einem
Sommercamp der Kirche und hatte enttäuschende Erfahrungen mit den gläubigen Leiterinnen dort und so langsam glaubte ich nicht mehr an Gott.
Ich dachte immer, Gott wäre dieser Typ im Himmel, der auf uns herunterschaut und uns alle liebt aber irgendwie trotzdem ganz schön viel Scheiße auf der Erde geschehen lässt.

Das hat für mich irgendwann keinen Sinn mehr gemacht.

Da habe ich aufgehört, an Gott zu glauben.

Einige Jahre später, als ich in verschiedenen Ländern unterwegs war, psychedelische Substanzen und Yogaphilosophie kennen lernte, glaubte ich auf einmal wieder an etwas. Zuerst weigerte ich mich, dieses Etwas Gott zu nennen.

Es war eher Quantenwissenschaft, das Universum, Magie, die Seele…viele Wörter für eine Sache.

Ich erlebte durch Psychedelica manchmal die Verbundenheit meiner Selbst zum Großen, zum Kleinen und zum Ganzen.
Durch Yoga erlebte ich die Verbindung meiner Emotionen und Gedanken mit dem Rest meines Körpers. Durch Yogaphilosophie lernte ich auch, dass
Yoga “Einheit” oder “zusammenführen” bedeutet. Das machte für mich noch mehr Sinn, denn durch das, was ich von Quantenwissenschaft verstsanden hatte, war alles miteinander verbunden, auf einer Ebene so fein, dass wir sie nicht mit unseren Augen, Ohren, Mündern, Nasen, Haut sehen, hören, schmecken, riechen oder fühlen können.

Zunehmend wurde ich auch mit einer Stimme in mir in Verbindung gebracht, die große Wünsche und Träume hatte, die sehr sanftmütig sprach,
die Freude über Struggle stellte und die mir immer wieder Stupser in die Richtung meiner Wünsche und Träume gab.

Ich lernte, dass die Stimme in mir mich manchmal wohin schickt, wo ich mit alten Glaubenssätzen auseinandergesetzt werde und mich Ängsten stelle. Doch wenn ich dieser Stimme mit Vertrauen folge, bringt sie mich in Erlebnisse, an Orte oder mit Menschen in Verbindung, die ich schon immer mal erleben / sehen wollte.

Ich lernte also, dass diese Stimme meine Intuition ist.
Und manchmal macht mir diese Intuition Angst, da sie so unbeschwert scheint. Doch ich gebe mir Mühe, ihr zu zu hören und zu folgen.
Manchmal lässt sie mich Schritte in’s Dunkle machen und ich sehe erst, wenn ich den Schritt gemacht habe, wie das Licht angeht.

Irgendwann habe ich auch das Konzept gehört, dass die Intuition unser “höheres Selbst” ist, das Göttliche in uns, die Seele…sie ist das Universum, das durch Intuition mit mir kommuniziert.

Ich kann nicht genau sagen, warum ich das geglaubt habe und jetzt auch noch glaube. Jedoch gibt es mir ein Gefühl. Dieses Gefühl lässt mich die
Sonnenstrahlen ein bisschen strahlender sehen, die Vögel ein bisschen lauter und klarer zwitschern hören. Und dieses Gefühl gibt mir auch ein
Gefühl von “zu Hause sein”, egal wo ich gerade bin.
Manchmal spüre ich dieses Gefühl nicht so stark und das ist meistens, wenn ich mich in Gedanken verliere, die mir sagen “du bist doch eh nicht
so besonders” oder “das Leben ist hart und schwer und Spaß gibt es nicht so viel”…diese Gedanken sind jedoch weniger präsent, wenn ich meditiere,
mich bewege, Yoga mache, an die frische Luft gehe, Dinge tue, die mich inspirieren, mir gut tun und mir Freude bereiten.

Mein Verständnis von Gott ist schlichtweg die Magie des Lebens und des Lebendig-seins. Wenn wir zurück blicken auf die Entwicklungsgeschichte der Erde allein, wie sie Meteoritenhagel, Eiszeiten, Vulkanzeiten und so viele Naturgewalten überstanden hat und wie sich aus diesem Ganzen langsam Leben gebildet hat, soweit, dass wir nun hier sein können als Menschen mit Internet, WiFi, Smartphones, riesigen technologischen Fortschritten, dann ist das wahrhaftig atemberaubend und ich frage mich schon, welche Kraft, welche Intelligenz steckt dahinter, die alles soweit gebracht hat? Dass man das Gott nennen kann und dass Gott ein unendlich mächtiges Wesen/eine unendlich mächtige Schöpfungskraft ist, macht deshalb schon Sinn. Ich sehe Gott auch manchmal als Intelligenz des Universums, der Faden oder der Stoff, der alles zusammenhält und aus dem alles heraus entsteht und in den auch alles wieder übergeht. Somit ist Himmel und Hölle, Leben und Tod, ein Teil dieses Ganzen und kann schwer separat gesehen werden.

Denn selbst wenn wir sterben, werden unsere Teile wieder in die Erde und in die Atmosphäre verteilt und so verändern wir unsere Form, gehen
von fest zu feinstofflich, in Staub, in Erde, in Erinnerung über…wir existieren weiter, jedoch in einer anderen Form…und Gott verwendet uns für etwas Neues…🌱✨

Dies sind meine (derzeitigen) Gedanken und Gefühle zu Gott / dem Göttlichen / dem Universum…ich bin neugierig und gespannt, welche Gefühle und Gedanken du so zu diesem Thema hast 🙂

⬇Antworte in den Kommentaren 🙂🙏🏼⬇

Hinterlassen Sie einen Kommentar